Forschung ohne Matriken

 

 

Vater fehlt in Matriken:

Relativ häufig findet man zwar den Täufling in den Matriken und natürlich auch dessen Mutter, aber der Vater ist nicht eingetragen. Das geht auf die Verfügung vom 20.2.1784 von Josef II. zurück. 

Hier regelt Josef II. detailliert wie die Kirchenbücher zu führen sind.  U.a. verfügt er in §.4, daß Väter lediger Kinder nur eingetragen werden durften, wenn sie sich selbst zu dem Kind bekannten.  Hier dieser § im Wortlaut:

§. 4.

Um sowohl die Zahl der Gebohrnen überhaupt, als die Zahl der Kinder von jedem Geschlechte, dann ob sie in oder ausser der Ehe erzeugt worden, sehen zu können, sind dem Geburtsregister nach dem Formular Nr.2 folgende Rubriken zu geben Jahr, Monat und Tag der Geburt, der Hausnummer, des Kindes Taufname, sein Geschlecht, ob ehlich, oder unehlich : der Tauf und Zuname der Aeltern, ihre Religion : Der Tauf, Zuname und Stand der Pathen (Gevatter).

Bei unehlichen Kindern ist der Name des Vaters in den Taufbüchern nicht mehr beizusetzen. Denn diese bloß nach der Aussage der Mutter, nach einem ungefähren Rufe, oder die Vermuthung des Seelsorgers mögliche Einschreibung bleibt immer sehr zweydeutig, setzt den vermeinten Vater in den Augen der Welt herab, und hat im Rechte weder auf Mutter noch Kind einigen Einfluß. Nur dann also ist bei unehelichen Kindern der Name des Vaters beizusetzen, wenn dieser sich selbst dazu bekennt. Die Pathen müssen gleich den Zeugen im Trauungsbuche entweder eigenhändig einschreiben, oder wenn jemand an ihrer statt einschreibt, die fremde Hand durch ein beigesetztes Zeichen bekräftigen.

 

In solchen Fällen, sollte man am zuständigen Gericht nachschauen, ob Pflegschaftsakten aufliegen. Häufig kamen solche Fälle vor Gericht, um den wirklichen Vater zur Zahlung von Alimenten heranziehen zu können, damit die Staatskasse nicht belastet wurde.

 

Matriken-Duplikate:

Ich zitiere Ing. Felix Gundacker: Da in früherer Zeit auch einige (Kirchen-)Archive nicht nur durch kriegerische Einwirkungen, sondern auch durch z.B. Blitzschläge, Dorfbrände etc. vernichtet wurden, begannen die Diözesen - mit unterschiedlichen Anfängen-, Duplikate zu führen; das heißt, daß jeder Pfarrer am Ende eines Jahres die Matriken des vergangenen Jahres abschrieb und sie an die Diözese sandte. Diese Duplikate sind - im Unterschied zu den Matriken - keine staatlichen Aufzeichnungen, sondern rein innerkirchliche, und müssen daher nicht mehr vorgelegt werden (was leider in einigen Diözesen auch so gehandhabt wird).

Sie haben selten einen Forscherwert, weil die Matriken meist viel früher beginnen (ganz abgesehen von den fehlenden Eintragungen, die in den Originalbüchern durchgeführt wurden, in den Duplikaten jedoch nicht mehr eingetragen werden konnten; dies ist vor allem bei nachträglichen Legitimationen von Kindern ein oft entscheidender Punkt! Auch auf die Fehlerhäufigkeit ist zu achten).

 

Ahnenpaß:

Da wissen wahrscheinlich die meisten was das ist: In der NS-Zeit mußten alle Personen zum Zwecke des Arier Nachweises so einen Ahnenpaß haben.

Ahnenpaß mit Nennung der Brauteltern, bei Personen in Führungspositionen mußte der "Große Parteinachweis" erbracht werden, also Ahnen mindestens bis zum Jahr 1800 zurück).

 

Zum Ende des 2. Weltkriegs gab es auf dem Gebiet der heutigen Tschechei etliche Bücherverbrennungen durch Volksmilizen und Partisanen (adäquat zum Vorgehen der Nationalsozialisten nach ihrer Machtergreifung in Deutschland). Diese Bücherverbrennungen waren zwar bei weitem nicht so umfangreich wie im Gebiet des "Altreiches", jedoch fielen etliche Matriken den Flammen zum Opfer. Interesseant ist in diesem Zusammenhang, daß einige zwischen 1938 und 1944 durch das Deutsche Reichssippenamt mikroverfilmte Matriken überlebt haben, die über die "Mormonen" (siehe weiter unten Details zu den Mormonen) ausgeliehen werden können, aber nicht mehr in jedem Fall in Böhmen existieren. Eine genaue Übersicht der Verluste ist meines Wissens nicht vorhanden.

 

Adel:

Dort wo die Matriken nicht mehr existieren sind wir also auf andere Aufzeichnungen angewiesen. Soweit es sich um adelige Personen handelt ist das relativ leicht, weil die Adelsgeschlechter selbst Aufzeichnungen führten. Da finden wir also meist eine komplette Ahnentafel vor. Die Schwierigkeit besteht meist nur darin, heraus zu finden wer heute über die Aufzeichnungen verfügt und wohin man sich wenden muß. Meist landet man dann in einer Grundherrschaft. Ich habe selbst erst wenig in Herrschaften gestöbert, es ist aber alles andere als einfach. Ein gutes Beispiel bietet da die Genealogie von Guenter Boehm.

  

Partezettel:

Da steht meistens alles drauf: wann gestorben, oft auch Geburtsdatum oder Alter, Geschwister, Kinder, Enkel, Schwiegerkinder, etc. Das Problem ist nur, wenn man in den Matriken nichts mehr findet, hat man auch keinen Partezettel. Aber die Heraldisch-Genealogische Gesellschaft "Adler" (Universitätsstraße 6/ 9b, A-1096 Wien) sammelt schon sehr lange alle Partezettel und hat teilweise auch sehr alte Exemplare einsortiert (nach Namen). Und von jedem, der irgend etwas publiziert hat, gibt es auch Unterlagen.

 

Grundherrschaften:

Sind natürlich die wichtigste Quelle, dort wo keine Matriken vorhanden sind. Ich selbst habe nur einmal in grundherrschaftlichen Aufzeichnungen der Fürsten von Hohenzollern gesucht. Das Archiv in Sigmaringen ist vorbildlich geführt, man findet alles über ein Findbuch - dort zu forschen ist extrem erfolgreich. Aber in Böhmen schaut es ganz anders aus, dort kann man ohne Index viele km Schachteln durchwühlen und bestenfalls einen Zufallstreffer landen, aber da habe ich keine eigene Erfahrung. Deshalb zitiere ich hier wieder einmal Herrn Ofner: Im Unterschied etwa zu Österreich, wo viele Herrschaftsarchive noch in Privatbesitz sind, wurden sie in Tschechien ab 1948 verstaatlicht. D.h. diese Herrschaftsarchive, sofern die Unterlagen überhaupt erhalten sind, dürften sich in den regional zuständigen staatlichen Archiven befinden.

Die Herrschaftsarchive sind keine richtigen Untertanenverzeichnisse, sondern zum größten Teil Grundbücher und andere Steuerunterlagen, sowie die Akten der Herrschaftsgerichte (niedere Gerichtsbarkeit).

D.h. man hat gute Chance die damaligen Steuerzahler darin zu finden.

Aber die übrige Bevölkerung (Inleute, Gesinde, Fahrende usw.) kommen kaum vor - weil sie ja keine direkten Steuern an die Grundherrn bezahlt haben.

Grundsätzlich ist es aber sehr schwierig in diesen Herrschaftsunterlagen etwas zu finden. Es gibt keinen Index, keine strikte zeitliche Abfolge sondern nur mehr oder weniger viele Schachteln voll Papier. Bis man sich da durchgewühlt hat braucht man also viel Zeit.

Im fürstl. Liechtenstein'schen Archiv habe ich auch versucht etwas über den ersten Berger zu finden. Bisher aber erfolglos, da die Aufzeichnungen aus dieser Zeit nicht zugänglich sind (wurden nach Rußland verschleppt und dort naß. Wurden zwar inzwischen zurückgegeben, aber noch nicht aufbereitet).

 

weitere Steuerregister, Losungsregister (=Steuerregister), Zinsregister, Dorfurbarien (Urabrien sind Steuerunterlagen für jährlich wiederkehrende Abgaben), Instrumentenbücher (Herrschaftsunterlagen/Amtsführungsbücher mit Heiratsverträgen, Schenkungen, Pachtverträgen, juristischen Angelegenheiten, Vorschriften der Herrschaft usw.),...

 

Grundbücher
später erweitert durch Schuld-, Quittungs-, Testament-, Erbteilungsbücher, usw.
Die alten Grundbücher befinden sich in den Staatlichen Gebietsarchiven der C.R.

 

Für ganz Böhmen:

Untertanerverzeichnis (Seelenbeschreibung 1651) und eine Steuerliste (Berni Rula 1654).

D.h. dort müßte man (fast) die gesamte Bevölkerung finden. --> http://www.genealogienetz.de/reg/SUD/ dort: Genealogische und historische Urkunden (etwa am Ende des ersten Drittels)

 

Für andere Gegenden außer Böhmen gilt das oben über Grundherrschaften und andere Steuerlisten gesagte natürlich auch. Wieweit es für ganz Österreich gilt weiß ich aber mangels eigener Erfahrung nicht.

 

Theresianische Kataster von 1711 - 1757 und Josephinische Kataster von 1787 (Kataster: von griech. katastatis = Aufstellung, Feststellung), siehe dazu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Franziszeischer_Kataster  für Österreich siehe bei den einzelnen Gemeinden.

Im Prinzip waren der Maria-Theresianische und der Josephinische Kataster penibel recherchierte und nach Steuer- oder Katastralgemeinden angelegte Grundeigentümer- und Liegenschaftsverzeichnisse zum Zwecke der Grundsteuerveranlagung. Was ihnen mangelte waren Vermessung und Kartierung.

     Katasterkarten (in Österreich Kataster- oder Katastralmappen), d. h. großmaßstäbige Karten der Grundstücksgrenzen (mit Nummern der Parzellen oder Grundstücke, der Einzeichnungen der Gebäude, Wege, Nutzungsart usw.) ließen auf sich warten.

     Hier schuf erst das Grundsteuerpatent unter Kaiser Franz I. vom Dezember 1817 Abhilfe, das im österreichischen Kaiserstaat zur ersten auf wissenschaftlichen Grundlagen basierenden Katastervermessung führte. Damit die Grundsteuer einheitlich bemessen werden konnte, sollten die Geländeteile einer Katastralgemeinde nach den wesentlichen Merkmalen listenmäßig erfaßt (Schriftoperat), in Plänen maßstabsgerecht dargestellt (Mappenoperat) und nach ihrer wirtschaftlichen Wertigkeit klassifiziert (Schätzoperat) werden. In diesem Zusammenhang spricht man vom Franziszeischen oder Stabilen Kataster. Dieses gigantische Unternehmen wurde 1817 in Niederösterreich begonnen und 1861 in Tirol abgeschlossen. Allein in Tirol und Vorarlberg, wo die Arbeiten 1855 aufgenommen wurden, waren 1.051 Katastralgemeinden (davon 97 in Vorarlberg) mit 2.462.107 Grundstücken zu erfassen. Die Katastermappen der Katastralgemeinden sind als Inselkarten im Maßstab 1 : 2.880 angelegt.

Bis 1890 ist die Zahl der Katastralgemeinden in Tirol und Vorarlberg auf 1.116 (davon 105 Vorarlberg) angestiegen, fiel dann bis 1900 auf 1.074 (davon 102 Vorarlberg). In der Regel korrespondierten in Tirol Katastralgemeinde und Orts- oder politische Gemeinde. 1900 standen in Tirol 895 Ortsgemeinden 972 Katastralgemeinden gegenüber. Es kam also vor, wenn auch selten, daß zwei oder mehr Katastralgemeinden eine Ortsgemeinde bilden. Ein extremes Beispiel ist die Gemeinde Assling, sie umfaßte 8 Katastralgemeinden. Noch seltener ist der umgekehrte Fall, daß nämlich eine Katastralgemeinde zwei oder drei Ortsgemeinden in sich faßte.

 

Internet, andere Genealogen:

Da die Ahnenforschung oder richtiger Familienforschung auch bei uns in Europa immer mehr Interesse gewinnt (ein Trend der von Amerika ausgeht) gibt es bereits eine große Anzahl von Genealogen, die in den verschiedenen Listen eingetragen sind und die einem gerne weiterhelfen, wenn es ihr Forschungsgebiet betrifft.

Bitte lesen sie im Kapitel Hilfen, Tips, Links was Listen sind und welches die wichtigsten Links in diesem Zusammenhang sind.

Da werden aber oft auch Genealogien von heute in den USA lebenden wichtig, da diese Leute ja ihre Ahnen in Europa, meist in den Sudetenländern hatten. Zum Beispiel hat Guenter Boehm  (*1939 Friedland, Kreis Waldenburg in Schlesien) angekündigt sich heuer (2005)  mehr von seiner Firma zurück zu ziehen und sich weiter der Forschung seiner Familiengeschichte in Schlesien sowie der Frühgeschichte in Böhmen zu widmen. Hauptthema wird sein: Wie forsche ich in der Zeit, bevor es Kirchenbücher gab: http://www.boehm-chronik.com  600-jährige Familiengeschichte in Schlesien (1329-1948) (Von der Zeit der Piasten, der Böhmen, der Preußen, bis zu der Zeit der Polen)

 

Einige spezielle Links seien aber auch hier erklärt:

http://wiki.genealogy.net/index.php/Hauptseite (ehemals www.genealogy.net bzw. http://www.genealogienetz.de/ )

Datenbanken: GEDBAS (genealogische Datenbasis=Familien) http://gedbas.genealogy.net/ , FOKO (Forscherkontakt=Namen) http://foko.genealogy.net/ , Vereinsdatenbanken http://db.genealogy.net/vereine , Familienanzeigen http://db.genealogy.net/familienanzeigen , historische Adressbücher http://adressbuecher.genealogy.net/ , genealogische Ortsverzeichnisse, Ortsfamilienbücher http://wiki.genealogy.net/index.php/OFB-Verzeichnis

 

Sudetenlad: http://www.genealogienetz.de/reg/SUD/sudet.html

Aus dem Inhalt:

    * Allgemeine Information

    * Genealogische und historische Vereine

    * Genealogische und historische Urkunden

    * Ortslexika und Karten

    * Bibliographie/Literatur

    * Archive, Bibliotheken, Museen --> z.B. Sudetendeutsches Genealogisches Archiv (SGA) in Regensburg,

      Sudetendeutsches Archiv e.V.

      Hochstrasse 8

      D-81669 München

    * Vorgänger Staaten, historische und geographische Landschaften

    * Verschiedenes:

      Verlage/Antiquariate, C.R. Telefonbücher online, Suchmaschinen, Datenbanken, Familienforscher-Listen, private Web-Seiten, Berufsgenealogen, Mailinglisten, Auswanderung, hist. Masse

    * Andere Internet Ressourcen

 

Mormonen:

http://www.familysearch.org/  Sehr umfangreiche Unterstüzung (nur english). Stellen auch das von mir verwendete Programm PAF zur Verfügung.

Haben viele Matriken auf Mikrofilm, Filme können in den Filialen ausgeliehen werden: z. B. 1020 Wien, Boecklinstrasse 55, Tel. 01 720 798517, Mo 9-18, Di 9-21, Mi 14-21

Da zwischen 1938 und 1944 durch das Deutsche Reichssippenamt mikroverfilmte Matriken erstellt wurden, haben sie auch Matriken, deren Originale im 2. WK verloren gingen.

siehe http://www.familysearch.org/Eng/Library/FHC/frameset_fhc.asp Dort findet man für jedes Land alle Familienforschungs Stellen.

Folgender Link zeigt z.B. daß es zum Herkunftsort der Broscheks (Zbylitowska Gora in Galizien) bei den Mormonen Filme gibt: (habe ich noch nicht weiter verfolgt, da leider aus der mich interessierenden Zeit nichts mehr existiert)

http://www.familysearch.org/Eng/Library/fhlcatalog/supermainframeset.asp?display=titledetails&titleno=743784&disp=Ksi%C4%99gi+metrykalne%20%20&columns=*,0,0 

 

Leichenpredigtensammlung. In früheren Jahren wurden für verstorbene Pfarrer und Leute, die es sich finanziell erlauben konnten die Leichenpredigten gedruckt.

http://online-media.uni-marburg.de/fpmr  „Deß einen Todt, deß andern Brod“

 

Verschiedene andere Links vor allem für andere Länder kenne ich, führe ich aber hier nicht an.

 

Militär Unterlagen:

Offiziere der k.k. Armee sind leicht auffindbar, da in den jährlichen Militärschematismen penibel aufgelistet - mit Rang, Vorrückungsstichtag, Einheit, Stationierungsort.

Diese sind u.a. vorhanden im:

Österreichischen Staatsarchiv

Generaldirektion mit Bibliothek

Nottendorfgasse 2, A-1030 Wien

Tel.: + 43 1 79540 -  113

Fax.: +43 1 79540 - 109

gdpost@oesta.gv.at

Bibliothek: bibpost@oesta.gv.at 

http://www.oesta.gv.at/

 

weiters hat das Kriegsarchiv im selben Gebäude natürlich viel zusätzliches

Material:

Österreichisches Staatsarchiv

Kriegsarchiv

Nottendorfgasse 2, A-1030 Wien

Tel.: + 43 1 79540 - 452

Fax.: + 43 1 79540 - 109

kapost@oesta.gv.at

http://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=13 

Meines Wissens nach gibt es kein Gesamt-Register der im 1. Weltkrieg in der k.u.k. Armee Gefallenen.

Wohl aber gibt es (wöchentliche) Gefallenenlisten - je Einheit.

 

am Heeresgeschichtlichen Museum in Wien http://www.hgm.or.at/ gibt es Uniformexperten, die Uniformbestimmungen durchführen (wenn man z.B. ein Bild hat, es aber nicht zuordnen kann).

Heeresgeschichtliches Museum

Militärhistorisches Institut

Arsenal, Objekt 1

A-1030 Wien

Tel: +43 (1) 79561-0

Fax: +43 (1) 79561-17707

e-mail: bmlv.hgm@magnet.at

 

Zu den österr. Militärrängen siehe: 

bzw. http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.data.image.b/b893008a.jpg

http://www.austro-hungarian-army.co.uk/

 

"Militaer-L Familienforschung unter Angehörigen des Militärs [deutschsprachige, offene Liste] " Infoseite:

http://list.genealogy.net/mailman/listinfo/militaer-l

Dort gibt es ausgesprochene Experten

 

Kriegsgräber:

Grabnachforschung des Schwarzen Kreuzes (Kriegsgräberfürsorge): http://www.osk.at/

Das geht sogar über's Internet: Suchmaske bei 'Grabnachforschung'.

 

oder Gräbernachweis des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

http://www.volksbund.de/graebersuche.html Da habe ich mittlerweile alle gefallenen Familienmitglieder gefunden.

Des weiteren kann man einen Suchantrag in Auftrag geben und sich ggf. ein Gutachten zur vermißten Person ausstellen lassen.

Darin enthalten ist die Einheit sowie das Datum der letzten Mitteilung und das wahrscheinlichste Schicksal des Vermißten wird nachgezeichnet.

Geht sehr schnell und ist kostenlos.

Falls in den noch nicht vollständig aufgearbeiteten Archiven in Moskau etwas zur Person gefunden werden sollte, wird man umgehend benachrichtigt.

 

"Monasterium.Net" (Digitaler Zugang zu den Kirchen- und Klosterarchiven aus dem Mittelalter)

Virtuelles Urkundenarchiv mitteleuropäischer Klöster und Bistümer. Inhalt des Projekts ist der Aufbau eines digitalen Klosterarchivs aus dem Mittelalter, in dem die Öffentlichkeit über Internet direkt auf die historischen Originalquellen aus Zentraleuropa zugreifen kann. Ziel ist es, einen einfachen Zugang zu den seltenen Originalquellen des Mittelalters zu schaffen.

Insgesamt werden die Texte bzw. Regesten und die dazugehörigen Abbildungen von ca. 30.000 Urkunden recherchierbar sein, wodurch sich für die historische Forschung verschiedenste, neue Möglichkeiten ergeben werden. Das ist mittlerweile so gut wie fertig und macht viele sonst überhaupt nicht zugängliche alte Bücher mit einigen Klicks sichtbar.

Ziele Des Projekts sind u.a.

- Verschiedenartige Typen von Dokumenten und Information, wie etwa personenbezogene Daten (Geburt - Heirat - Tod) aus Matrikel- und Grundbuch- Aufzeichnungen, Vertragsurkunden zu vernetzen.

http://www.monasterium.net

Europäischer Mehrwert

Aus geschichtlicher Sicht bezieht sich das Projekt auf ein Gebiet, das noch vor 20 Jahren durch den Eisernen Vorhang getrennt war. Wegen der starken Stellung der Diözese Passau und der Kirche, die das Gebiet zwischen dem 12. Jdh. und Ende des Mittelalters beherrschten, ist eine beträchtliche Anzahl von Originaldokumenten in den Archiven erhalten geblieben. Sie berichten authentisch die Ursprünge jenes Europas, in dem wir heute leben. Durch die internationale Zusammenarbeit der kirchlichen Archive in Deutschland Österreich, Ungarn und Tschechien werden wir ein beispielhaftes Ergebnis entwickeln, das nach Projektende durch Archivmaterial aus anderen Regionen Europas beliebig erweitert werden kann. (Auszug aus dem Pressetext)

 

Die Österreichische Nationalbibliothek: http://www.onb.ac.at/

Da findet man sowohl Häusergeschichten als auch Ortschroniken (teilweise mit Ortsfamilienbüchern) und vieles andere. Die ONB hat eine große Handschriften-, Autographen- und Nachlass-Sammlung

Seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts ist die Sammlung eine eigenständige organisatorische Einheit; spezifische Bestandsnachweise wurden schon im 17. Jahrhundert verfasst. Unter ihren spätantiken, mittelalterlichen und neuzeitlichen Handschriften finden sich Hauptwerke aus fast allen Schriftkulturen vom 4. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Österreichisches Staatsarchiv: http://www.oesta.gv.at hat unter anderem auch eine Abteilung Familienforschung, genealogische Quellen im österreichischen Staatsarchiv

 

 

Andere vor allem auf  regionaler Ebene wichtige Möglichkeiten:

Häusergeschichten, also die Besitzerreihen einer Liegenschaft durch die Jahrhunderte. Dort ist auch meist vermerkt, wodurch der Besitzerwechsel zustande gekommen ist: Kauf, Erbe, Erbkauf ... und oft ist auch vermerkt, ob und in welchem verwandtschaftlichen Verhältnis aufeinanderfolgende Besitzer gestanden sind. Die Häusergeschichten basieren hauptsächlich auf den alten Grundbüchern und Urbaren bzw. den zugehörigen Gewährbüchern. Der Hauptmangel dieser Häusergeschichten ist das Fehlen von Namensindices.

Trotzdem, die Häusergeschichte einer Marktgemeinde kann man in einigen Stunden durcharbeiten, ein altes Grundbuch dauert meist weit länger.

Natürlich sind in den Häusergeschichten nur die Besitzenden (Bauern, Handwerkersmeister usw.) vermerkt, nicht aber die Dienstboten.

 

Für Wien gibt es noch viele andere Möglichkeiten: (das gilt vermutlich für alle Großstädte, ich kenne aber nur die Möglichkeiten für Wien)

Fast alle Daten die die öst. Verwaltung von uns hat unterliegen dem Datenschutz. Das bedeutet in der Regel, erst 110 Jahre ab Geburtsdatum sind die Daten 'frei'.

Manchmal genügt es aber auch wenn man erklärt, daß die Person verstorben ist.

Landes- und Stadtarchiv Wien (MA 8)

http://www.wien.gv.at/

 Bis 1938 lag die Standesführung in den Händen der konfessionellen Behörden, daher sind für diese Zeitraum die zuständigen Pfarrämter bzw. die Matrikenstellen des Evangelischen Pfarrkirchenrats oder der Israelitischen Kultusgemeinde zu kontaktieren. Für die Zeit nach 1938 war die MA 61 zuständig.

Da sich aber die Zuständigkeit und die Aufgabengebiete der verschiedenen Magistratsabteilungen ständig ändert schauen sie bitte die folgende Liste durch was im Einzelfall zutrifft: Magistratsabteilunden: http://www.wien.gv.at/advuew/internet/AdvPrSrv.asp?Layout=stvar&Type=K&st=MA&AUSSEN=Y

 

z.B.: Meldeamt Wien: http://www.wien.gv.at/verwaltung/meldeservice/index.html

Oder alte Daten (ca. 1910-1940) von Wien beim Stadtarchiv gegen Kostenersatz, wenn man seine 'Beziehung' zu der Person erklären kann. http://www.wien.gv.at/kultur/archiv/index.html

Im Stadtarchiv im letzten Gasometer gibt es unwahrscheinlich viel zu entdecken. Aber es ist alles nach der Abteilung, die ursprünglich diesen Akt anlegte eingeordnet, so daß man ohne Kenntnis dieser Abteilung keine Chance hat etwas zu finden.

 

Grabstein Inschrift unleserlich oder wer liegt aller in dem Grab, Gräbersuche in Wien:

Am einfachsten ist es erstmal eine Mail an die zuständige Friedhofsverwaltung mit der Bitte um Auskunft über ALLE Verstorbenen in einem bestimmten Grab zu schicken:

Wien: es gibt alles im Internet schön leicht zu finden https://www.wien.gv.at/grabauskunft/internet/suche.aspx 

Diese einfache Möglichkeit habe ich schon oft verwendet, vor allem wenn man keine Sterbedaten hat kann man einfach in allen Friedhöfen suchen und wird fast immer fündig.

wien.at@magwien.gv.at  Antwort dauert 1-2 Wochen

 

 

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